Implantate
Implantate sind eine Art „künstliche Zahnwurzeln“. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Aufbau, Ablauf, Haltbarkeit und Kosten.

Implantate – Fragen & Antworten
1. Wie sind Implantate aufgebaut?
Implantate sind eine Art „künstliche Zahnwurzeln“. Ein Implantat wird durch einen kleinen chirurgischen Eingriff in den Kieferkamm inseriert. Durch den dadurch entstandenen Pfeiler lassen sich Kronen, Brücken und Prothesen sicher und unkompliziert befestigen. Ein Implantat ist die optimale Lösung nach einem Zahnverlust, da es wie der natürliche Zahn jeglicher Kaubelastung problemlos standhält.
2. Was ist eine „Osseointegration“?
Die „Osseointegration“ ist die vollständige Einfügung des Implantates in den Knochen. Nach der Implantation muss die Titanschraube 3 – 6 Monate einheilen. Während dieser Zeit kommt es zur „Osseointegration“, da sich mineralisierter Knochen an die speziell dafür vorgesehene Oberfläche des Implantates anlagert. Dadurch ist ein eingeheiltes Implantat genauso belastbar wie ein natürlicher Zahn.
3. Wann wird implantiert?
Prinzipiell wird dann implantiert, wenn Zähne nicht mehr erhalten werden konnten und der durch den Zahnverlust entstandene Defekt optimal versorgt werden soll. Die 3 häufigsten Fälle für den Einsatz von Implantaten:
1. Einzelzahnersatz
Bei Verlust eines einzelnen Zahnes aufgrund eines Unfalls etc. kann dieser sinnvoll durch ein Implantat ersetzt werden, da das Beschleifen von Nachbarzähnen – wie bei der herkömmlichen prothetischen Versorgung mittels einer Brücke – nicht mehr nötig ist.
2. Freiendsituation
Wenn die Zahnreihe verkürzt ist, d.h. die „Backenzähne“ sind nicht mehr vorhanden, kann kein festsitzender Zahnersatz wie z.B. eine Brücke eingesetzt werden. Bisher war die Therapie der Wahl eine herausnehmbare Teilprothese. Dank der Implantologie ist es heutzutage möglich, festsitzenden Zahnersatz einzusetzen und somit die verlorengegangene Kaufunktion wieder herzustellen.
3. Zahnlosigkeit
Bei vollständiger Zahnlosigkeit kann mit Hilfe von Implantaten ein hervorragender Halt von Prothesen erreicht werden. Besonders Patienten mit sogenannten Totalprothesen leiden oftmals unter dem schlechten Halt ihres Zahnersatzes. Hier können Implantate zu einem ganz neuen Selbstbewusstsein und Lebensgefühl führen.
4. Voraussetzungen für Implantation
1. Knochenqualität und Knochenmenge
Knochenqualität und Knochenmenge werden mit Hilfe von Untersuchungen, Röntgenbildern, etc. im Voraus bestimmt. Ist nicht genügend Knochen vorhanden, muss eventuell ein Sinuslift oder eine Knochenaugmentation vorgenommen werden.
2. Mundhygiene
Ein Implantat kann nur dann erfolgreich einheilen, wenn es sich in einem „freundlichen“, d.h. bakterienarmen Milieu befindet. Um die Einheilung zu optimieren, muss daher im Vorfeld oftmals eine Sanierung kariöser Defekte sowie eine gründliche Plaqueentfernung, ggf. eine Parodontosebehandlung zur Bakterienminimierung durchgeführt werden.
3. Allgemeiner Gesundheitszustand
In sehr geringen Fällen wird aufgrund einer Allgemeinerkrankung von einer Implantation abgeraten. Dies wird aber von ihrem Zahnarzt ggf. in Absprache mit weiteren betreuenden Ärzten genauestens abgeklärt.
5. Was ist ein Sinuslift?
Besonders der Knochen im Oberkiefer bildet sich bei Zahnlosigkeit sehr schnell zurück. Da der Kiefer im engen Kontakt zur Kieferhöhle steht, ist diese oftmals nur noch von einer dünnen Knochenlamelle bedeckt. Um in diesen Bereichen ein Implantat setzen zu können, muss die Knochendicke vergrößert werden. Dies erreicht man durch einen geschlossenen oder offenen Sinuslift. Vereinfacht ausgedrückt wird die Schleimhaut der Kieferhöhle etwas angehoben und somit ausreichend Platz für ein Implantat geschaffen.
Der Sinuslift wird im Zuge der Implantation – falls nötig – durchgeführt und wird vom Patienten weder während der Behandlung noch danach als schmerzhaft oder unangenehm wahrgenommen.
6. Behandlungsablauf bei Implantation
1. Planung
Der Zahnarzt plant die vollständige Behandlung und minimiert dadurch jedes Risiko.
2. Setzen des Implantates
Der Zahnarzt legt unter örtlicher Betäubung den Knochen frei. Danach wird mit speziellen Bohrern ein Loch gefräst, das absolut passgenau mit dem Implantat ist, welches anschließend in den Knochen eingebracht wird. Das Implantat wird mittels einer „Deckschraube“ sicher verschlossen und der Defekt im Weichteilbereich wird durch Nähte verschlossen.
3. Einheilungszeit
Die Einheilungszeit beträgt 3 – 6 Monate. Während dieser Zeit wird die Zahnlücke mittels einer provisorischen Versorgung so geschlossen, dass der Patient nur minimalen Einschränkungen unterliegt.
4. Implantatfreilegung
Nach der Einheilphase wird das Implantat so freigelegt, dass ein passgenauer, individueller Zahnersatz angefertigt werden kann.
5. Eingliederung des Zahnersatzes
Der Zahnersatz wird auf dem Implantat befestigt und kann ab diesem Zeitpunkt wie ein natürlicher Zahn belastet werden.
Generell ist zu erwähnen, dass die komplette Versorgung samt operativem Eingriff absolut schmerzfrei ist. Wir ergreifen sämtliche medizinisch sinnvollen Maßnahmen um den Heilungsprozess zu optimieren!
7. Haltbarkeit von Implantaten
Die Haltbarkeit von Implantaten ist besonders gut. Bei einer guten Mundhygiene und einer regelmäßigen Prophylaxebetreuung halten Implantate ein Leben lang. In seltenen Fällen kommt es durch mangelnde Mundhygiene oder durch das Auftreten von Systemischen Erkrankungen zu einem Verlust von Implantaten. Klinische Studien haben allerdings bewiesen, dass statistisch gesehen der Verlust von Zahnimplantaten äußerst selten vorkommt.
8. Was kosten Implantate?
Die Gesamtkosten für ein Implantat plus Zahnersatz betragen je nach Aufwand € 1.500 bis € 2.200. Dies ist ein Erfahrungswert. Bei Implantatarbeiten stellen wir Ihnen in jedem Fall einen individuellen Kostenvoranschlag aus. Die Vorteile einer Versorgung mit Implantaten sind enorm – wir beraten Sie gerne und unverbindlich!
Wir sind stolz darauf, Sie in unserer Praxis sowohl chirurgisch als auch prothetisch optimal versorgen zu können. Durch diese „Rundumbetreuung“ ist es uns möglich eine sehr genaue Kostenkalkulation für Sie durchführen zu können!
Kosten für Implantate werden oftmals von privaten Krankenversicherungen übernommen. Dies gilt es prinzipiell im voraus mittels eines Heil- und Kostenplanes abzuklären.
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Die Prothetik ist die Lehre der Zahnersatzkunde. Ihr Zahnersatz wird in unserem eigenen Labor unter dem Einsatz von hochwertigen Materialien gefertigt.
Prophylaxe
Regelmäßig durchgeführte Prophylaxemaßnahmen und eine gute Mundhygiene können oftmals therapeutisch notwendige Eingriffe wie Zahnersatz abwenden oder um Jahre hinauszögern.
Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
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